Familienbildung

In der Erziehung sollen Kindern und Jugendlichen jene Fähigkeiten vermitteln werden, die sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen. Erziehbung bereitet Kinder zum Beispiel darauf vor, Herausforderungen im Alltag zu meistern, Frustrationserfahrungen auszuhalten, Freundschaften zu schließen und aufrecht zu erhalten, Partnerschaften einzugehen, Erfolge, aber auch Rückschläge zu verarbeiten, die eigene Meinung zu entwickeln, aber auch andere Meinungen zu akzeptieren. Erziehung findet jedoch nicht nur im Elternhaus statt, sondern stellt vielmehr eine Erziehungspartnerschaft zwischen verschiedenen Personen im Umfeld des Kindes dar (z.B. nahe Verwandte wie Omas, Opas, Erzieher(innen) oder Lehrkräfte)

Die Eltern- und Familienbildung will Familien bei der Erfüllung dieser Erziehungsaufgaben unterstützen. Konkrete Angebote der Familienbildung wie z.B. schriftliche Informationen (Elternbriefe online), Vorträge, Elternkurse, Beratungsangebote sowie Möglichkeiten der Familienerholung sollen für Familien möglichst niedrigschwellig erreichbar sein. Hausbesuchsprogramme sind hier ebenso denkbar wie Angebote im Nahraum der Familien (z.B. in Kindertagesstätten oder Mütterzentren).

Eltern unterschiedlicher sozialer Lagen (z.B. Alleinerziehende, junge Familien in prekären Lebenslagen) und Familien in verschiedenen Erziehungssituationen (z.B. Familien beim Übergang zur Erstelternschaft, Eltern von Kindern in der Pubertät) weisen einen jeweils individuellen Unterstützungsbedarf auf. Diesen jeweiligen Bedürfnissen will die Eltern- und Familienbildung mit entsprechenden Angeboten gerecht werden.

Detaillierte Informationen darüber, wie Erziehung gelingen kann - was Kinder also in ihrer Sozialisationen brauchen - finden sich bei der vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration initiierten Kampagne "Stark durch Erziehung ". (eine Kurzfassung der Infos stellt die Broschüre der Kampagne in verschiedenen Sprachen dar)